AGB
| ENTWURF ZUR ANWALTLICHEN PRÜFUNG | Diese Fassung berücksichtigt die Rechtslage zum 23. Juli 2026. Vor Veröffentlichung sind die gelb markierten Platzhalter zu ergänzen und das konkrete Produkt-, Checkout- und Plattformmodell rechtlich prüfen zu lassen. |
Teil A – Allgemeine Regelungen
§ 1 Anbieterin, Geltungsbereich und Begriffe
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für Verträge zwischen Finestlashline – Charline Knothe, Dr. Dietz Straße 8, 36043 Fulda, E-Mail: info@finestlashline.de, und ihren Kundinnen und Kunden.
(2) Teil B gilt ergänzend für Studio- und Präsenzleistungen. Teil C gilt ergänzend für digitale Inhalte, digitale Dienstleistungen, Online-Kurse, Workshops, Memberships, Communities und sonstige Online-Angebote. Bei Widersprüchen gehen die produktspezifische Leistungsbeschreibung und danach die speziellere Regelung dieses Dokuments der allgemeineren Regelung vor.
(3) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die beim Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
(4) Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn die Anbieterin ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsschluss und Vertragssprache
(1) Die Darstellung von Leistungen und Produkten stellt grundsätzlich kein bindendes Angebot dar, sofern sie nicht ausdrücklich als solches bezeichnet ist.
(2) Bei einer Buchung oder Bestellung über eine Online-Benutzeroberfläche gibt der Kunde durch Betätigung der eindeutig zahlungspflichtig beschrifteten Schaltfläche ein verbindliches Angebot ab. Vor Abgabe kann er Eingabefehler mit den bereitgestellten technischen Mitteln erkennen und berichtigen. Der Vertrag kommt mit der ausdrücklichen Annahme, der Buchungs- oder Bestellbestätigung oder der Bereitstellung der Leistung zustande – je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
(3) Erfolgt der Verkauf über eine Verkaufsplattform oder einen Zahlungsanbieter, ist vor der Bestellung klar auszuweisen, wer Vertragspartner des Kunden wird. Ist die Plattform selbst Verkäuferin oder Wiederverkäuferin, gelten für den Kaufvertrag vorrangig deren Vertragsbedingungen; diese AGB gelten dann nur für die von der Anbieterin selbst geschuldeten Leistungsbestandteile, soweit wirksam einbezogen.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext und die gesetzlich erforderlichen Informationen werden dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger, regelmäßig per E-Mail, zur Verfügung gestellt. Ob und wie der Vertragstext darüber hinaus gespeichert und zugänglich gemacht wird, richtet sich nach den Angaben im Bestellprozess.
§ 3 Preise, Fälligkeit und Zahlung
(1) Es gelten die bei Buchung oder Bestellung angegebenen Preise. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer und sonstiger zwingender Preisbestandteile angegeben.
(2) Der Preis ist, sofern nicht anders vereinbart, mit Vertragsschluss fällig. Die verfügbaren Zahlungsarten und etwaige Fälligkeiten werden im jeweiligen Buchungs- oder Bestellprozess angezeigt.
(3) Bei wirksam vereinbarter Ratenzahlung bleiben sämtliche Raten unabhängig von der tatsächlichen Nutzung des Produkts geschuldet. Das Recht zum Widerruf, zur Kündigung aus wichtigem Grund sowie gesetzliche Rechte bei Nichtbereitstellung oder Mängeln bleiben unberührt.
(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Vorschriften. Die Anbieterin darf den Zugang zu noch nicht vollständig erbrachten Online-Leistungen nach vorheriger Mahnung und angemessener Fristsetzung vorübergehend sperren, soweit dies verhältnismäßig ist. Bereits entstandene Zahlungsansprüche und zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt.
§ 4 Gesetzliches Widerrufsrecht
(1) Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht zu, soweit keine gesetzliche Ausnahme eingreift.
(2) Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten, zum jeweiligen Vertragstyp passenden Widerrufsbelehrung einschließlich Muster-Widerrufsformular. Die Widerrufsbelehrung ist kein Bestandteil, der durch diese AGB eingeschränkt wird.
(3) Bei nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere erst, wenn die Anbieterin mit der Vertragserfüllung begonnen hat, der Verbraucher zuvor ausdrücklich dem Beginn vor Ablauf der Widerrufsfrist zugestimmt und seine Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat und ihm die gesetzlich erforderliche Vertragsbestätigung zur Verfügung gestellt wurde.
(4) Bei Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht grundsätzlich erst mit vollständiger Erbringung und nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen. Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Dienstleistung begonnen wird, kann er bei einem Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachte Leistung schulden, sofern er ordnungsgemäß informiert wurde.
(5) Seit dem 19. Juni 2026 wird für widerrufsfähige Fernabsatzverträge, die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen werden, während der Widerrufsfrist eine gesetzeskonforme elektronische Widerrufsfunktion bereitgestellt. Andere gesetzlich zulässige Widerrufswege bleiben bestehen.
§ 5 Freiwillige Rückgabe, Kulanz und gesetzliche Rechte
(1) Ein über das gesetzliche Widerrufsrecht hinausgehendes Rückgabe-, Umtausch- oder Geld-zurück-Recht besteht nur, wenn es für das konkrete Angebot ausdrücklich zugesagt wurde. Inhalt, Dauer und Voraussetzungen einer solchen freiwilligen Garantie ergeben sich ausschließlich aus der jeweiligen Garantieerklärung.
(2) Das bloße Nichtgefallen, die Nichtnutzung, fehlende Zeit oder das Ausbleiben eines nicht ausdrücklich garantierten wirtschaftlichen oder persönlichen Erfolgs begründen nach Ablauf beziehungsweise Erlöschen des Widerrufsrechts kein Rückzahlungsrecht.
(3) Gesetzliche Rechte wegen Nichtbereitstellung, Mängeln, Pflichtverletzungen, Anfechtung, Rücktritt oder Kündigung aus wichtigem Grund bleiben stets unberührt.
§ 6 Haftung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz, bei ausdrücklich übernommenen Garantien sowie in sonstigen Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten gesetzlicher Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
§ 7 Datenschutz
Personenbezogene Daten werden nach Maßgabe der geltenden Datenschutzgesetze und der gesonderten Datenschutzerklärung verarbeitet. Diese AGB ersetzen keine Datenschutzerklärung.
§ 8 Verbraucherstreitbeilegung
Die Anbieterin ist weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Zwingende Informationspflichten nach Entstehen einer konkreten Streitigkeit bleiben unberührt.
§ 9 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz der Anbieterin. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Teil B – Ergänzende Bedingungen für Studio- und Präsenzleistungen
§ 10 Geltungsbereich und Terminvereinbarung
(1) Dieser Teil gilt für sämtliche im Studio oder an einem anderen vereinbarten Präsenzort erbrachten Beauty-, Wellness-, Schulungs- und sonstigen Dienstleistungen.
(2) Termine werden verbindlich online, telefonisch, in Textform oder vor Ort vereinbart. Mit Annahme der Terminbuchung kommt ein Dienstvertrag nach den gesetzlichen Vorschriften zustande.
(3) Bei einer reinen Behandlung wird kein bestimmter ästhetischer Erfolg geschuldet, soweit nicht ausdrücklich ein konkreter Erfolg vereinbart wurde. Geschuldet ist die fachgerechte Leistung nach dem vereinbarten Leistungsumfang.
§ 11 Preise und Zahlung im Studio
(1) Es gelten die bei der Terminbuchung veröffentlichten oder individuell vereinbarten Preise in Euro einschließlich Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlung erfolgt unmittelbar nach der Behandlung mit einer angebotenen Zahlungsmethode.
(3) Preisänderungen bleiben für zukünftige Buchungen vorbehalten. Bereits verbindlich vereinbarte Termine sind nicht betroffen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
§ 12 Terminabsagen, Umbuchungen und Nichterscheinen
(1) Eine Absage oder Verschiebung ist bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
(2) Bei einer Absage weniger als 48 Stunden, aber mindestens 24 Stunden vor dem Termin kann die Anbieterin pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 60 % des vereinbarten Behandlungspreises verlangen.
(3) Bei einer Absage weniger als 24 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen kann die Anbieterin pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 80 % des vereinbarten Behandlungspreises verlangen.
(4) Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass überhaupt kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis eines höheren konkret entstandenen Schadens vorbehalten. Ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Vergabe des Termins werden angerechnet; kann der Termin gleichwertig neu vergeben werden, entfällt die Pauschale insoweit.
(5) Die Regelung gilt unabhängig vom Grund der Absage, also grundsätzlich auch bei unerwarteter Krankheit. Zwingende gesetzliche Rechte, insbesondere bei von keiner Partei zu vertretender Unmöglichkeit, bleiben unberührt.
(6) Die Forderung ist innerhalb von 14 Tagen ab Zugang einer ordnungsgemäßen Rechnung fällig. Solange eine unbestrittene oder rechtskräftig festgestellte Forderung offen ist, darf die Anbieterin weitere Terminbuchungen ablehnen.
§ 13 Verspätungen
(1) Bei verspätetem Erscheinen besteht kein Anspruch auf Verlängerung oder vollständige Durchführung. Die Behandlungszeit kann sich entsprechend verkürzen, sofern die Leistung noch fachgerecht und sicher erbracht werden kann; der vereinbarte Preis bleibt grundsätzlich geschuldet.
(2) Ab einer Verspätung von 10 Minuten darf die Anbieterin den Termin absagen oder verschieben, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung innerhalb des verbleibenden Zeitfensters nicht möglich oder der nachfolgende Betriebsablauf beeinträchtigt ist.
(3) In diesem Fall kann die Anbieterin nach Maßgabe von § 12 pauschalierten Schadensersatz bis zu 80 % des Behandlungspreises verlangen. § 12 Absatz 4 gilt entsprechend.
§ 14 Gesundheitliche Angaben, Mitwirkung und Behandlung
(1) Der Kunde hat vor Beginn der Behandlung wahrheitsgemäß über bekannte Allergien, Unverträglichkeiten, Erkrankungen, Schwangerschaft, Medikamente und sonstige Umstände zu informieren, die für die sichere Durchführung erkennbar relevant sind.
(2) Bei ansteckenden Erkrankungen, starken Krankheitssymptomen oder sonstigen gesundheitlichen Risiken ist der Termin rechtzeitig abzusagen. Die Anbieterin darf eine Behandlung ablehnen oder abbrechen, wenn nach fachlicher Einschätzung Sicherheits- oder Gesundheitsbedenken bestehen.
(3) Der Kunde hat Nachsorge- und Pflegehinweise zu beachten. Für Nachteile, die kausal auf schuldhaft falschen oder unvollständigen Angaben oder einer Nichtbeachtung der Hinweise beruhen, haftet die Anbieterin nach den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung eines etwaigen Mitverschuldens.
(4) Behandlungsergebnisse und Heilungsverläufe können aufgrund individueller körperlicher Voraussetzungen abweichen. Eine persönliche Erwartung oder ein bloßes Nichtgefallen stellt für sich allein keinen Mangel dar. Gesetzliche Ansprüche bei einer objektiv mangelhaften oder pflichtwidrigen Leistung bleiben unberührt.
§ 15 Gutscheine
(1) Entgeltlich erworbene Wertgutscheine können innerhalb der regelmäßigen gesetzlichen Verjährungsfrist eingelöst werden. Die Frist beginnt grundsätzlich mit dem Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde.
(2) Aktions- oder Leistungsgutscheine dürfen nur befristet werden, wenn die konkrete Befristung bei Erwerb transparent angegeben und rechtlich zulässig ist. Gesetzliche Erstattungsansprüche bleiben unberührt.
(3) Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen, soweit kein gesetzlicher Anspruch auf Auszahlung besteht. Teileinlösungen sind möglich, soweit sie der Anbieterin zumutbar sind; ein verbleibendes Guthaben wird fortgeführt.
§ 16 Beanstandungen und Mängel
(1) Kunden werden gebeten, erkennbare Beanstandungen möglichst innerhalb von 24 Stunden mitzuteilen und durch aussagekräftige Fotos zu dokumentieren, damit eine zeitnahe Prüfung und gegebenenfalls Nachbesserung möglich ist.
(2) Die 24-Stunden-Frist ist keine Ausschlussfrist. Gesetzliche Mängel-, Schadensersatz- und sonstige Ansprüche sowie die gesetzlichen Verjährungsfristen bleiben unberührt.
Teil C – Ergänzende Bedingungen für Online-Produkte
§ 17 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
(1) Online-Produkte können insbesondere Videos, Audios, Texte, PDFs, Vorlagen, Checklisten, Aufzeichnungen, digitale Selbstlernkurse, Live-Calls, Communities, Memberships, Feedback- oder Supportelemente umfassen.
(2) Maßgeblich sind die bei Vertragsschluss angegebene Leistungsbeschreibung, die Laufzeit beziehungsweise Zugriffsdauer, die technischen Voraussetzungen und ausdrücklich vereinbarte Zusatzleistungen. Werbeaussagen werden nur Vertragsbestandteil, wenn sie in der Leistungsbeschreibung ausdrücklich als verbindliche Beschaffenheit oder Garantie bezeichnet sind.
(3) Soweit ein Angebot Bestandteile verschiedener Vertragstypen enthält, gelten die gesetzlichen Regelungen für jeden Bestandteil entsprechend seinem Schwerpunkt. Zwingende Verbraucherrechte für digitale Produkte bleiben unberührt.
§ 18 Bereitstellung, Zugang und technische Voraussetzungen
(1) Digitale Inhalte werden, sofern nicht anders angegeben, nach Vertragsschluss und erfolgreicher Zahlungszuordnung über einen Downloadlink, per E-Mail oder in einem Mitgliederbereich bereitgestellt. Digitale Dienstleistungen werden zu dem in der Leistungsbeschreibung angegebenen Zeitpunkt oder Zeitraum zugänglich gemacht.
(2) Der Kunde benötigt ein internetfähiges Endgerät, eine aktuelle marktübliche Browsersoftware, eine stabile Internetverbindung und – je nach Produkt – eine gültige E-Mail-Adresse, Software zum Öffnen üblicher Dateiformate sowie gegebenenfalls ein Nutzerkonto bei ausdrücklich benannten Drittanbietern.
(3) Stellt die Anbieterin ein digitales Produkt nicht bereit, stehen dem Verbraucher die gesetzlichen Rechte zu. Geplante, zumutbare Wartungsfenster sowie kurzfristige, nicht von der Anbieterin zu vertretende Störungen begründen keine dauerhafte Nichtbereitstellung; die Anbieterin informiert und behebt Störungen im Rahmen des Zumutbaren.
(4) Der Kunde ist für die Richtigkeit seiner Kontaktdaten, die Sicherung seiner Zugangsdaten und die Sicherung herunterladbarer Dateien innerhalb des vereinbarten Zugriffszeitraums verantwortlich.
§ 19 Nutzungsrechte und Schutz der Inhalte
(1) Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde für die vertraglich vereinbarte Zugriffsdauer ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht, die Inhalte ausschließlich für eigene private oder eigene berufliche Zwecke zu nutzen.
(2) Nicht gestattet sind insbesondere die Weitergabe von Zugangsdaten, Vervielfältigung oder Verbreitung an Dritte, öffentliche Zugänglichmachung, Unterlizenzierung, Verkauf, Vermietung, Veröffentlichung in Gruppen oder Clouds sowie die Nutzung zum Training von KI-Systemen, soweit dies nicht ausdrücklich erlaubt wurde.
(3) Zulässig bleiben zwingende gesetzliche Nutzungsbefugnisse. Eigene Arbeitsergebnisse des Kunden bleiben dessen Eigentum. Vorlagen dürfen nur im ausdrücklich beschriebenen Umfang für das eigene Unternehmen angepasst und genutzt werden.
(4) Bei konkretem Verdacht auf missbräuchliche Nutzung darf die Anbieterin den Zugang nach vorheriger Anhörung vorübergehend sperren. Bei einem erheblichen oder fortgesetzten Verstoß kann sie den Vertrag nach erfolgloser Abmahnung oder bei Unzumutbarkeit ohne Abmahnung außerordentlich kündigen. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
§ 20 Aktualisierungen und Änderungen digitaler Produkte
(1) Die Anbieterin stellt Verbrauchern die für den Erhalt der Vertragsmäßigkeit erforderlichen Aktualisierungen einschließlich Sicherheitsaktualisierungen im gesetzlich geschuldeten Zeitraum bereit und informiert hierüber.
(2) Änderungen über notwendige Aktualisierungen hinaus sind bei dauerhaft bereitgestellten digitalen Produkten nur zulässig, wenn der Vertrag einen triftigen Änderungsgrund vorsieht, dem Kunden hierdurch keine zusätzlichen Kosten entstehen und er klar und verständlich informiert wird. Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffsmöglichkeit oder Nutzbarkeit nicht nur unerheblich, gelten zusätzlich die gesetzlichen Informations- und Beendigungsrechte.
(3) Triftige Gründe können insbesondere die Anpassung an geänderte Rechtslagen, technische Umgebungen, Plattformvorgaben, Sicherheitsanforderungen oder didaktische Verbesserungen sein, sofern Charakter und Vertragszweck des Produkts gewahrt bleiben.
§ 21 Live-Termine, Aufzeichnungen und Community
(1) Termine für Live-Calls, Workshops oder Q&As werden in der Leistungsbeschreibung oder mit angemessenem Vorlauf bekannt gegeben. Ein Anspruch auf einen bestimmten Termin, eine Mindestteilnehmerzahl, persönliche Redezeit oder individuelles Feedback besteht nur bei ausdrücklicher Vereinbarung.
(2) Muss die Anbieterin einen Live-Termin aus wichtigem Grund, etwa Krankheit oder technischer Störung, verschieben, bietet sie einen Ersatztermin oder eine vertraglich gleichwertige Ersatzleistung an. Ist dies für den Kunden unzumutbar oder dauerhaft unmöglich, gelten die gesetzlichen Rechte.
(3) Eine Aufzeichnung findet nur statt, wenn dies angekündigt und datenschutzrechtlich zulässig ist. Teilnehmerbeiträge, Name, Stimme oder Bild werden nur im angekündigten und rechtlich zulässigen Umfang aufgezeichnet.
(4) In Communities sind respektvolle Kommunikation, Vertraulichkeit persönlicher Beiträge anderer Mitglieder und die Beachtung fremder Rechte verpflichtend. Unzulässig sind insbesondere Beleidigungen, Diskriminierung, Belästigung, Spam, unerlaubte Werbung und die Weitergabe vertraulicher Inhalte. Bei Verstößen gilt § 19 Absatz 4 entsprechend.
§ 22 Kein Erfolgsversprechen und Eigenverantwortung
(1) Online-Angebote vermitteln Wissen, Erfahrungen, Methoden und Handlungsvorschläge. Soweit nicht ausdrücklich schriftlich garantiert, wird kein bestimmter wirtschaftlicher, geschäftlicher, gesundheitlicher oder sonstiger Erfolg geschuldet.
(2) Umsatz-, Reichweiten-, Buchungs- oder Ergebnisbeispiele dienen der Veranschaulichung und sind keine Zusage, dass der Kunde gleiche Ergebnisse erzielt. Der Erfolg hängt insbesondere von Ausgangslage, Umsetzung, Markt, Fähigkeiten, Zeitaufwand und weiteren individuellen Faktoren ab.
(3) Die Inhalte ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Der Kunde bleibt für seine Entscheidungen, die Prüfung der Übertragbarkeit und die rechtmäßige Umsetzung in seinem Unternehmen verantwortlich.
§ 23 Mängelrechte bei digitalen Produkten
(1) Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften über digitale Produkte, insbesondere zu Bereitstellung, Vertragsmäßigkeit, Aktualisierungen, Nacherfüllung, Vertragsbeendigung, Minderung und Schadensersatz.
(2) Der Kunde soll Funktionsstörungen möglichst genau beschreiben und bei der zumutbaren Fehleranalyse mitwirken. Diese Bitte schränkt gesetzliche Rechte nicht ein.
(3) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab gesetzlichem Fristbeginn, soweit rechtlich zulässig. Dies gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Arglist, Garantien, Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und sonstiger zwingender Haftung.
§ 24 Laufzeit, Abonnements und Kündigung
(1) Einmalprodukte enden ohne Kündigung nach Ablauf der vereinbarten Zugriffsdauer. Bei Abonnements oder Memberships ergeben sich Mindestlaufzeit, Verlängerung, Abrechnungsperiode und Kündigungsfrist aus der Leistungsbeschreibung und den gesetzlichen Grenzen.
(2) Bei Verbraucherverträgen darf eine automatische Verlängerung nach einer Erstlaufzeit nur entsprechend den gesetzlichen Vorgaben erfolgen. Nach stillschweigender Verlängerung ist eine Kündigung mit höchstens einmonatiger Frist möglich, soweit das Gesetz nichts Abweichendes zulässt.
(3) Wird Verbrauchern über eine Website der Abschluss eines entgeltlichen Dauerschuldverhältnisses ermöglicht, stellt die verantwortliche Betreiberin die gesetzlich erforderliche Kündigungsschaltfläche und Bestätigungsseite bereit.
(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 25 Fernunterricht und zulassungspflichtige Angebote
(1) Soweit ein Angebot als Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes einzuordnen ist, gelten dessen zwingende Vorschriften. Eine erforderliche Zulassung des Fernlehrgangs wird vor dem Angebot eingeholt.
(2) Zwingende Rechte von Teilnehmern, insbesondere zur Form, zum Widerruf, zur Kündigung und zur Vergütung, werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
Anlage 1 – Muster-Widerrufsbelehrung für digitale Inhalte
| VERWENDUNG | Nur für kostenpflichtige digitale Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, z. B. sofort abrufbare Videos, PDFs, Audios oder Downloads. Bei gemischten Programmen muss die Belehrung an die konkreten Bestandteile angepasst werden. |
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Finestlashline – Charline Knothe, [vollständige Anschrift], E-Mail: [E-Mail-Adresse], [optional Telefonnummer]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Bei Verträgen, die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen wurden, können Sie außerdem die dort während der Widerrufsfrist bereitgestellte Funktion „Vertrag widerrufen“ nutzen.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Bereitstellung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten, wenn wir mit der Vertragserfüllung begonnen haben, nachdem Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnen, Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung Ihr Widerrufsrecht verlieren, und wir Ihnen eine Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung gestellt haben.
Anlage 2 – Muster-Widerrufsbelehrung für Dienstleistungen
| VERWENDUNG | Für reine Dienstleistungen, z. B. individuelle Online-Beratung, Live-Workshop oder online gebuchte Studioleistung. Bei festen Freizeitveranstaltungen kann eine gesetzliche Ausnahme eingreifen; Beauty-Termine sind nicht automatisch davon umfasst. |
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Finestlashline – Charline Knothe, [vollständige Anschrift], E-Mail: [E-Mail-Adresse], [optional Telefonnummer]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Bei Verträgen, die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen wurden, können Sie außerdem die dort während der Widerrufsfrist bereitgestellte Funktion „Vertrag widerrufen“ nutzen.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über Dienstleistungen, der Sie zur Zahlung eines Preises verpflichtet, mit der vollständigen Erbringung der Dienstleistung, wenn Sie vor Beginn der Erbringung ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnen, und Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung erlischt.
Anlage 3 – Muster-Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.
An: Finestlashline – Charline Knothe, [vollständige Anschrift], E-Mail: [E-Mail-Adresse]
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden digitalen Inhalte / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
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Bestellt am (*) / Vertrag geschlossen am (*): ______________________________
Name des/der Verbraucher(s): ____________________________________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ________________________________________
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Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):
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Datum: ________________________
(*) Unzutreffendes streichen.